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Kategorie: Aktuell
15.12.2011 11:15 Von: freelancermap

Viele Unternehmen lassen IT-Sicherheit links liegen

Deloitte-Studie: Technologiefirmen ignorieren Informationssicherheit

Informationssicherheit kommt vor allem bei Unternehmen der IT-, Medien- und Telekom-munikationsbranche zu kurz. Zu diesem Schluss kommt das Beratungsunternehmen Deloitte (deloitte.com) in seiner aktuellen Befragung, für die weltweit 138 Unternehmen aus der TMT-Branche (Technologie, Medien, Telekommunikation) befragt wurden. Ergebnis: Die Sicher-heitsmaßnahmen wurden nur auf dem Vorjahresniveau gehalten. Das ist angesichts der stei-genden Gefahren aus dem Netz jedoch zu wenig, kritisieren die Experten.

"Der Level bei Informationssicherheit bleibt gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil, das reicht nicht aus. Gerade die TMT-Branche sollte hier eine Vorreiterrolle übernehmen, denn die Bedrohungslandschaft wächst und entwickelt sich kontinuierlich weiter - neue Phänomene wie 'Hacktivism' sind Beispiele dafür", erklärt Uwe Probst, Partner bei Deloitte.

Gefahren für KMU nehmen zu

Lutz Neugebauer, Sicherheitsexperte beim BITKOM, erklärt gegenüber der Agentur Pressetext: "Es gibt mehr Angriffe, aber diese richten sich verstärkt gegen Menschen, nicht gegen die Technologie". Die Täter versuchen häufig, einen Trojaner über einen der Mitarbeiter zu platzieren. Drei Viertel der befragten Unter - nehmen waren in jüngster Zeit von IT-Übergriffen betroffen. Vor allem   Technologieunternehmen sind Ziele, heißt es in der Studie. 18 Prozent der Technologieunternehmen verzeichneten innerhalb der vergangenen zwölf Monate sechs bis 20 Vorfälle, doppelt so viele wie Telekommunikations- und Medien unter nehmen.

Kein zusätzliches Geld für die Sicherheit

Die Zahl der Leiter der IT-Sicherheit ist ebenso wenig gestiegen wie die Budgets. Etwa ein Drittel fertigt einmal im Monat einen Sicherheitsbericht für das eigene Top- Management an, zwei Drittel verfügen über eine definierte Sicherheitsstrategie. Rund drei Viertel der Unternehmen wenden zwischen einem und sechs Prozent ihres IT-Budgets für sicherheitsrelevante Maßnahmen auf. Höchste Priorität hat dabei derzeit Compliance.

Cloud Computing und mobile Sicherheit gefragt

Künftig stehen vor allem aber mobile Sicherheit, Cloud Computing und Datenschutz im Vordergrund, schätzen die Deloitte-Experten. Ein wachsendes Risiko sei die Nutzung sozialer Medien und Netzwerke. Beunruhigend sei außerdem, dass der Anteil der Unternehmen, die ihre Mitarbeiter mit Schulungen sensibilisieren, von 35 auf 20 Prozent abgesunken ist. "Angesichts der steigenden Vernetzung und Komplexität fällt es Unternehmen immer schwerer, Ressourcen und Kompetenzen für ein adäquates Informationssicherheitsmanagement vorzuhalten.

Budgetprobleme sind ein Hemmnis

Mehr als die Hälfte der Befragten benennt Budgetprobleme als Hemmnis - die Herausforderungen sprengen den klassischen Rahmen der Sicherheitssysteme. Abhilfe können Security Operations Centers bieten. Immerhin 48 Prozent der Befragten nutzen diese zumindest teilweise", sagt Probst.

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